Profilentwicklung im Erlanger MA Pädagogik/Profilschwerpunkt Kulturpädagogik

Die kontinuierliche Entwicklung unseres MA-Profilschwerpunkts Kulturpädagogik im Erlanger MA Pädagogik liegt mir sehr am Herzen. Nachdem ich verstärkt feststelle, dass nicht nur Interessent*innen, die im engeren Sinne an kulturpädagogischen Handlungsfeldern interessiert sind (etwa im Sinne der BKJ oder des Rats für Kulturelle Bildung), sich in das Profil einschreiben, sondern auch Studierende, die eher allgemeinpädagogisch-erziehungswissenschaftlich interessiert sind, wie auch nicht wenige Studierende, die im Anschluss an den Master Pädagogik eine Ausbildung zur Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut*in planen, habe ich das Masterprofil „Kulturpädagogik“ dieser sehr begrüßenswerten breiteren Interessenlage entsprechend angepasst.

Um an dieser Stelle ein verbreitetes Missverständnis auszuschließen: „Kultur“ heißt im Erlanger Studiengang keineswegs nur „Hochkultur“, vielmehr verstehen wir die kulturtheoretische Perspektive in einer anthropologischen Fundierung – Kultur also als das „selbstgesponnene Bedeutungsgewebe“, in dem Menschen leben, Gemeinschaften bilden und zu sich in der Welt verortenden Subjekten werden. Freilich haben innerhalb dieser Gefüge ästhetische Praktiken und die institutionalisierten sog. „Künste“ maßgebliche Bedeutung als besondere Phänomene und Orte kultureller Selbstreflexion. Sozialisation, Erziehung und Bildung bilden zentrale Praktiken der Tradierung und Transformation von „Kultur“, die immer auch – implizit oder explizit – mit zahlreichen ästhetischen und performativen Perspektiven verbunden sind.

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Der Erlanger Masterstudiengang Pädagogik mit Schwerpunkt Kulturpädagogik

… hat nun endlich eine Seite, auf der die Grundideen, Ziele auf der Verlauf des Studiums für InteressentInnen erläutert werden: https://www.paedagogik.phil.fau.de/studium/ma-paedagogik/der-masterstudiengang-paedagogik-mit-schwerpunkt-kulturpaedagogik-im-ueberblick/.
Die Bewerbungsfrist läuft noch bis zum 15. August; weitere Informationen sind hier zu finden: https://www.fau.de/studium/vor-dem-studium/bewerbung/anmeldung-zum-masterstudium/.

(Medialität und …) Ästhetik, Design und Netzwerk

Seit einigen Monaten komme ich endlich dazu, seit langem überfällige Themenbereiche zumindest in ersten Ansätzen zu bearbeiten. Sie sind aus medientheoretischer Perspektive Zwischenergebnis eines Klärungsprozesses, der den Fokus von Medien bzw. Medialität auf Bereiche verschiebt, ohne die (v.a. digitale) mediale Phänomene nicht verstanden werden können. Aus allgemeinpädagogischer Perspektive handelt es sich um Phänomenbereiche, die m.E. für ein Verständnis von gegenwärtigen Bildungsprozessen und ihren Bedingungen von ähnlicher Bedeutung sind wie Medialität. Continue reading

„Beobachtungen der Realität“ als Online-Volltext erhältlich

Mein vergriffenes Buch „Beobachtungen der Realität. Die Wirklichkeit im Zeitalter der Neuen Medien“ (2007) ist jetzt als creative commons-Version frei erhältlich. Ein ganz spezieller Service für alle, die meine neueren Arbeiten als theorielastig empfinden … die Arbeit argumentiert hauptsächlich erkenntnistheoretisch. ;-)
Hier auf Slideshare und hier als Direktlink (pdf).

„Medienbildung“ in 5 Sätzen

Es ist nun bereits vier Jahre her, dass unser UTB-Band „Medienbildung – eine Einführung“ (Marotzki/Jörissen 2009) veröffentlicht wurde. Ich habe in den letzten vier Jahren über 30 Vorträge zum Thema Medienbildung – in unterschiedlichsten Kontexten – gehalten. Dabei erfahre ich anhand der Rückmeldungen und Diskussionen immer wieder, dass ein großes und steigendes Interesse an unserem Verständnis von Medienbildung besteht. Dieses ist in seiner akademischen Ausformulierung, im Schnittfeld von Bildungstheorie und Medientheorie, eine theoretisch nicht ganz unkomplizierte Sache. Ich möchte unser Konzept daher an dieser Stelle in aller Kürze anhand einiger Thesen möglichst allgemeinverständlich vorstellen und damit zum Weiterlesen einladen.

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