Zwei weitere Forschungsprojekte zur Digitalisierung am Lehrstuhl für Pädagogik mit dem Schwerpunkt Kultur, ästhetische Bildung und Erziehung

Im September bzw. Oktober 2017 starten zwei neue Forschungsprojekte am Lehrstuhl:

  • Digitale Kulturelle Bildung – ein Metavorhaben (DiKuBi-Meta, BMBF, 2017-2022), sowie
  • Musikalische Interface-Designs – Augmentierte Kreativität und Konnektivität (MIDAKuK, BMBF, 2017-2021)

Zusammen mit den bereits laufenden Verbundrojekten „(Post-) Digitale kulturelle Jugendwelten“ (DiKuJu, BMBF, 2016-2019) und MEMU-IN, in dem es um die Erforschung der Wirksamkeiten mehrtägiger Musikfreizeiten geht (BMBF, 2016-2019), ergibt sich nun ein sehr spannendes Portfolio, das in der einen Dimension die Bedeutung digitaler Transformationen in ästhetischen Praktiken erforscht – theorie- und modellbildend (DiKuBi-Meta), jugendkulturell (DiKuJu) und materiell/designfokussiert (MIDAKuK). In einer zweiten Dimension erforschen wir einerseits ästhetische Praktiken in der gesamten Breite ihrer Phänomene, andererseits, als exemplarisches Feld, den Bereich musik- und klangbezogener ästhetischer Praktiken. Mit der Entscheidung für diesen Bereich erweitert der Lehrstuhl den bereits bestehenden Fokus auf theatrale Praktiken einerseits, auf künstlerisch-mediale Artikulationen (Medienbildungsforschung im Kontext Bild, Film etc.) andererseits.

Das Meta-Vorhaben DiKuBi-Meta führen wir in zwei Teilprojekten gemeinsam mit unserem Nürnberger Kollegen Stephan Kröner (TP2) durch. Aufgabe dieses Vorhabens ist es, 1) im Rahmen der geförderten Projekte der BMBF-Förderrichtlinie „Digitalisierung in der Kulturellen Bildung“ Ergebnisse hinsichtlich ihrer gesellschaftlichen und pädagogischen Bedeutung zu kategorisieren, zu kontextualisieren und einzuschätzen und diese zu disseminieren (TP1), sowie 2) qualitative (TP1) und quantitative (TP2) Methodenentwicklung voranzutreiben und die Projekte im Verbund sinnvoll miteinander zu vernetzen.
Im Rahmen dieses vielfältigen Forschungszusammenhangs werden ausgesprochen spannende und vielfach wirklich neue Fragen behandelt, die grundlegende Einsichten und Orientierungen für die Entwicklung der Kulturellen Bildung versprechen. Die Theorie-, Modell- und Methodenentwicklungen des Meta-Projekts werden nach unserer Erwartung wichtige Einsichten zum Thema „Digitalität und Bildung“ für Erziehungswissenschaft und Bildungsforschung – auch über den kulturpädagogischen Rahmen hinaus – bereithalten.

Eigenharp TauDas Projekt „Musikalische Interface-Designs – Augmentierte Kreativität und Konnektivität“ (MIDAKuK) ist eines der Projekte dieser Förderrichtlinie. Wir führen es zusammen mit Michael Ahlers (Leuphana) durch, und es erforscht ziemlich spannende hybride (digital-materielle) Instrumente und „MusikmachDinge“. Dazu zählen etwa die Eigenharp Tau und Pico, Ableton Push2/Live, Roli Seaboard/Blocks, die elektroorganische Aframe Drum und andere. – Irgendwo zwischen Digital ist besser und Let there be rock.

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Wir freuen uns sehr über die vielen Möglichkeiten und Einsichten, die wir in den nächsten Jahren hier haben bzw. entwickeln dürfen. Und wir haben noch das ein oder andere Geheimprojekt in der Schmiede …

BMBF-gefördertes Projekt zu Wirksamkeiten mehrtägiger musikpädagogischer Interventionen startet

Der Lehrstuhl für Pädagogik mit dem Schwerpunkt Kultur, ästhetische Bildung und Erziehung wird in den nächsten drei Jahren in Zusammenarbeit mit dem Nürnberger Lehrstuhl für empirische Unterrichtsforschung (Stephan Kröner), der Hochschule für Musik Würzburg (Andreas C. Lehmann) und dem Dortmunder Institut für Schulentwicklungsforschung (IFS; Johannes Hasselhorn) das BMBF-geförderte Verbundvorhaben Kondensiertes Glück? Mehrtägige musikpädagogische Interventionen: Determinanten der Teilnahme, wirksame Gestaltungsmerkmale und Effekte auf Kompetenzen und Persönlichkeitsentwicklung durchführen. Das Vorhaben ist in zwei Teilprojekte unterteilt: Teilprojekt 1 (Lehmann/Hasselhorn) widmet sich der Adaption von Kompetenztests und Fragebogenskalen für den Einsatz in Feldexperimenten zu musikpädagogischen Interventionen ; es entwickelt somit das vorhandene Forschungsinventar entscheidend weiter. Teilprojekt 2 (Kröner/Hasselhorn/Jörissen) führt eine Serie musikpädagogischer Feldexperimente zu Determinanten und Effekten musikpädagogischer Interventionen im Rahmen eines komplexen mixed methodology-Designs durch.

Das Erlanger Forschungsinteresse im Rahmen dieses interdisziplinär ausgesprochen spannend zusammengesetzten Projekts lässt sich auf folgende Kernaspekte bzw. -fragen fokussieren:

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Die Bedeutung kultureller Bildung im Zeitalter der Digitalisierung (Interview FAU-aktuell)

Winterschool-Plakat auf AEGUnsere lang geplante Winterschool startet nun endlich am nächsten Montag. Das Uni-Magazin FAU aktuell hat mich anlässlich dessen interviewt – dabei gute Fragen gestellt und meine Antworten auf ein einigermaßen lesbares Format gebracht. ;-)

Nachgefragt: Die Bedeutung von kultureller Bildung im Zeitalter von Digitalisierung

Youtube-Playlist on (post-) digital transformations of aesthetic/arts/cultural education

On our upcoming winterschool „Spectra of Transformation“, I will hold a workshop about the (post-) digital transformation of (the conditions of) aesthetic and arts education, with special regards to the impacts on our very concepts of arts/aesthetics and education.

I assembled a playlist on youtube wich covers theoretical reflections as well as many practical examples. It should be interesting for everyone involved in the fields of arts education. Click here. If there’s anything interesting missing, please add a comment there.

Penne alla Bolognese: DHV-Umfrage zeigt steigende Bürokratisierung, sinkende Flexibilität, schlechteres Betreuungsverhältnis an den Universitäten

Der Deutsche Hochschulverband hat eine interessante Studie bei Allensbach in Auftrag gegeben. Auch wenn freilich Studien von Interessenverbänden – hier insbes. von Hochschullehrer*innen – eine entsprechend interessierte Ausrichtung haben, fallen die Ergebnisse doch ausgesprochen deutlich aus, und sie entsprechen auch durchaus meiner Erfahrung im Wandel der Universität von einer Bildungs- zu einer Lern- und Ausbildungsstätte – Penne alla Bolognese – im letzten Vierteljahrhundert.

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