Ning.com = Yahoo! Groups 2.0: Soziale Netzwerke für alle!

Vor einigen Tagen ging die zweite Version des Web 2.0-Service „Ning“ online. Ning wurde im Oktober 2005 als eine Art Bausatz für Mashups gestartet; Mitbegründer des Unternehmens ist kein Geringerer als Marc Andreessen (Mitbegründer von Netscape und Co-Autor des ersten Webbrowsers Mosaic), was der Sache einige Aufmerksamkeit beschert.

Ning V.2 ist eine ausgesprochen einfach zu bedienende und recht mächtige Plattform zur Einrichtung sozialer Netzwerke. Es hat mich 5 Minuten gekostet, dieses Netzwerk einzurichten (sieht aus wie eine Art Mini-MySpace). Ning könnte für Projekte (im Bereich der zielgruppenspezifischen Medienarbeit , Media Literacy u.ä.) eine sehr interessante Sache sein, aber auch für studiengangspezifische Soziale Netzwerke.

Das Ning Blog berichtet von über 7.700 neuen Netzwerken in 4 Tagen. Angesichts des millionenfachen Erfolgs von Yahoo! Groups und Live Spaces, zu denen Ning nun eine attraktive Alternative darstellt, ein schöner Start, der mit einem sehr guten Entwicklungspotential einhergeht (sehen nicht alle so).

Aufgrund der Konfigurierbarkeit von Ning bestehen vielfältige Anwendungsmöglichkeiten. Man kann Ning einfach als Weblog nutzen (ohne andere Mitglieder, also echtes „MySpace“ sozusagen), als Gruppen-Blog, zur Kooperation von Arbeitsgruppen auf der Basis von Blogs, Foren, Bild- und Videodateien – und natürlich als multimediales soziales Netzwerk.

Wer sein Glück als Web-Entrepreneur versuchen will, ist bei Ning ebenfalls richtig. Das Angebot ist kostenlos, so dass man mit guten Ideen und dem richtigen Community-Management eine Community risikofrei aufbauen kann. Hat sie Erfolg, so kann man für 19.95$/Monat eigene Werbung schalten, für 4,99$/Monat eine eigene URL verwenden, etc. Im Gegensatz zu flexibleren Angeboten (z.B. Crowdfactory oder kommerziellen Skript-Paketen)braucht man hier also kein Startkapital.

Nachtrag: Zu Testzwecken ist eine „Internet Research“-Gruppe eingerichtet worden, die schon einige TeilnehmerInnen hat.