Eitle Avatare surfen gemeinsam

Schon wieder eine Meldung über Avatare (s.u.) – offenbar gibt es derzeit so etwas wie eine Renaissance des Avatars (als virtueller Stellvertreter der offline-Person; in Spielen wie MMPORGs sind sie natürlich nicht neu). Und eitel sind sie. Mein SL-Avatar z.B. trug bis gestern ein D&G-T-Shirt, das er in einem Nobel-Shop für 10 L$ statt für 100 L$ ergattert hatte (war falsch ausgezeichnet – das gibt es also auch im virtuellen Leben, sehr schön). Sein Besitzer würde so einen modisch-eitlen Fetzen natürlich niemals anziehen.

In Second Life kommt ein großer Teil des Umsatzes von täglich über 1 Mio US-$ durch Klamottenverkäufe zustande (auch große Modeschauen wie die New Yorker Fashion Week finden dort inzwischen statt), und auch die Betreiber des neuen Web 2.0-Dienstes “zweitgeist” planen, mit dem Verkauf virtueller Kleidung für ihre Avatare Geld zu verdienen.

Zweitgeist und me.dium sind zwei neue Web 2.0-Angebote, die die Idee von Stumbleupon aufgreifen und erweitern: eine Websurf-Community zu bilden. Während es bei Stumbleupon darum geht, auf die von anderen bevorzugten Seiten zu “stolpern”, geht es bei den neuen Diensten darum, das www-Surfen zu einem Gemeinschaftserlebnis zu machen: Die eitlen Avatare treffen sich auf den Webseiten, die ihre BesitzerInnen jeweils gerade ansurfen (Spiegel Online berichtete).

Nachtrag (4.4.2007): Weblin.com, ein weiteres avatarbasiertes Angebot.